Maike G., Kindergarten

Mein Praktikum, ja, das war anders, als ich es erwartet hatte: es war besser, ich finde eine wundervolle Zeit. Ich bin mit diesem „Berg“ von 60 Stunden im Kindergarten und mit einem Kopf voll Überlegungen, Gedanken und vor allem der alles entscheidenden Aussage:„Meike und Kinder? Nene, läuft zwar irgendwie, aber auf Dauer nicht mein Ding“ angekommen und habe schnelle einige Dinge gemerkt:

  1. 60 Stunden gehen verdammt schnell, sogar zu schnell vielleicht, um.
  2. Kinder sind irgendwie doch absolut was für mich, vor allem, weil sie einen die Welt ganz anders entdecken lassen und es ist eine wunderbare Sache, das miterleben zu dürfen.
  3. Unterschätze niemals die geistige Reife eines Kindes, denn die merken ziemlich schnell, wo der Hase lang hoppelt und erkennen recht fix, wenn man versucht um den heißen Brei herumzureden.

Manchmal war der Gang in die Kita für mich (kaum vorstellbar, aber wahr!), sogar Erholung und hat die Tatsache, danach noch Schularbeiten machen zu müssen, in den Hintergrund gerückt. Das waren die Tage, an denen ich mit einer Meute von Kindern auf einem Sofa saß und ihnen aus „Charly von der Feuerwehr“ und „Wo die wilden Kerle“ wohnen“ vorgelesen habe, zwei Bücher, die ich nun förmlich herunterbeten könnte, wenn ich wollte, genau so wie die Kinder, die das im Gegensatz zu mir aber eher weniger stört. Auch der Wunsch meinerseits, „mal in ein anderes Buch zu schauen“, wurde kategorisch abgelehnt, nur manche wagten das Experiment, das am Ende trotzdem wieder bei Charly landete.

Weniger erholsam, dafür abwechslungsreicher waren die Tage, an denen mich tausend Polizisten jagten und in Gefängnisse, Krankenwagen oder sonstige „autoritäre Gebäude/ Gefährte“ steckten.

Ob ich jemandem helfen konnte? Ich denke, ich konnte den Kindern gewisse Hilfestellungen geben, etwas zu tun oder zu schaffen und ich konnte auch mir selber helfen, ich bin noch gelassener geworden, kann jetzt aber auch, wenn nötig, ein „Machtwort“ mit den Kindern sprechen.

Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit in einem tollen Kindergarten mit wunderbaren Kindern und Erzieherinnen. Ich vermisse „meine“ Kinder jetzt schon, deshalb werde ich sie so oft wie möglich besuchen, da sie einfach TOLL sind.

Der – oder diejenige, die dort ihr Sozialpraktikum im nächsten Schuljahr machen kann, darf sich total glücklich schätzen.

!eine wunderbare Zeit!

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