Friedrun Schauer, Ev. Kirchengemeinde

 

Erfahrungsbericht von Friedrun Schauer, 9a Schuljahr 2015/16

Praktikumsstelle: Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf-Gerresheim

Ich hatte mir von meinem Sozialpraktikum erhofft, den Konfirmandenunterricht, den ich bis dahin als Konfirmandin erlebt habe, nun als Teamerin zu erfahren. Das hat mein Sozialpraktikum erfüllt, und sogar noch mehr: Ich habe in einem kleinen Team ein großes Team koordiniert und überhaupt erst zu einem Team werden lassen. Ich habe mit der Zeit immer mehr Verantwortung übernommen und mich dabei in meiner Rolle wohlgefühlt. Das Lernen von biblischer Geschichte war dabei im Konfirmandenunterricht nur ein Aspekt. Vorrangig sollte Gemeinschaft erfahren werden. .Beim Schaffen dieser Gemeinschaft war ich aktiv beteiligt. Teamer werden im Konfirmandenunterricht immer benötigt, weil die erwachsenen Pfarrer allein schwerlich unter den Jugendlichen eine Gemeinschaft ohne Ausgrenzung aufbauen können, weil sie von der Lebenswelt der Jugendlichen so weit entfernt sind. Ich habe sofort gemerkt, wenn sich einzelne Konfirmanden in einer Situation nicht wohlgefühlt haben. Dann konnte ich entweder selbst versuchen, die Situation zu entschärfen oder die Pfarrer auf das Problem hinweisen. In dieser Hinsicht habe ich sowohl die Pfarrer entlastet als auch Konfirmanden geholfen, sich in der Gruppe einzufinden und zu lernen. Ferner habe ich mir selbst geholfen, indem ich erfahren habe, wie ich mir Respekt verschaffen und gleichzeitig als Vertrauensperson zwischen Gleichaltrigen und Erwachsenen vermitteln kann. Das Helfen beim Unterrichten hat mich parallel beim Nachhilfegeben bestärkt und mich sicherer werden lassen beim Leiten einer Gruppe und Ausfüllen einer Führungsposition. Abschließend kann ich sagen, dass es für mich ein sehr erfreuliches Jahr mit dem Sozialpraktikum war, in dem ich viel für mein weiteres Leben mitgenommen habe.

Ich möchte allen zukünftigen Sozialpraktikanten ans Herz legen, sich den Praktikumsplatz sorgfältig auszusuchen und nur dort anzufangen, wo man sich wohlfühlt und seine Qualitäten sinnvoll einsetzen und ausbauen kann. Ich werde mich weiterhin in der Kirche engagieren und im neuen Konfirmandenjahrgang die Fahrt nach Altenkirchen in den Herbstferien begleiten.